![]() Bild 1: Die Lage der Straßenmeisterei Trockau in Franken. Quelle: Limpert, F.: Die Strasse 7 (1940),S. 342 oben, Volk und Reich Verlag
Die Autobahnmeisterei Trockau in Oberfranken befindet sich am Kilometer 322,4 der BAB A9 [1]. Sie nahm am 1. September 1937, drei Tage vor der Verkehrsfreigabe der Strecke 68 Bayreuth - Nürnberg-Fischbach, ihren Dienstbetrieb auf. ![]() Bild 2: Dienstgebäude der AM Trockau. Quelle: Bonatz/Wehner: Reichsautobahn-Straßenmeistereien, Volk und Reich Verlag, Berlin Prag Wien, 1942, S. 52
Limpert schreibt über seinen Entwurf: "Während für die Bauanlage in Fischbach die hochgiebelige Bauweise der Gegend um Nürnberg unbedingt verpflichtend war, bestand für die Anlage in Trockau, die in ganz freier Lage, von der Ortschaft durch die Autobahn getrennt, auf einer flachen Kuppe des Jura steht (Abb.6 und 7), nicht die gleiche Bindung. Ein leiser Anklang an das die Umgegend beherrschende Schloß Trockau, dessen ländlich schlichter, aber außerordentlich wohlabgewogener Barock schon die Nähe von Bayreuth spüren läßt, kennzeichnet die äußere Erscheinung der Straßenmeisterei." [c], S. 343 ![]() Bild 3: Fahrhof der Straßenmeisterei Trockau von der Reichsautobahn aus gesehen. Quelle: Bonatz/Wehner: Reichsautobahn-Straßenmeistereien, Volk und Reich Verlag, Berlin Prag Wien, 1942, S. 53
Zur Autobahnmeisterei Trockau an der ehemaligen Strecke 68, heute Teil der die BAB A9, gibt es nur wenige Anmerkungen der Autoren Bonatz und Wehner in ihrem o.g. Werkheft "Reichsautobahnen-Straßenmeistereien". Eventuell hängt es damit zusammen, dass dieses vom Architekten Limpert aus Nürnberg entworfene Meistereigehöft in vielem den an der selben Strecke erbauten Meistereien gleicht und den Vorstellungen der Autoren entspricht. Sie loben beispielweise die schönen Walmdächer. ![]() Bild 4: Einfahrt in den Fahrhof der Straßenmeisterei Trockau. Quelle: Bonatz/Wehner: Reichsautobahn-Straßenmeistereien, Volk und Reich Verlag, Berlin Prag Wien, 1942, S. 54
![]() Bild 5: Die Autobahnmeisterei Trockau im Jahre 1997: Das Verwaltungsgebäude im Dezember 1907 von Süden her gesehen.jpg. © Autobahnmeisterei Trockau
![]() Bild 6: Die Einfahrt in die Autobahnmeisterei Trockau im Jahre 1997. © Autobahnmeisterei Trockau
Der Nordbayerische Kurier vom 6. Oktober 2010 berichtete unter der Überschrift "Europas größter Sole-Tank steht in Trockau" vom Einbau eines 16 Tonnen schweren Lagertanks zur Aufnahme von 200.000 Liter Flüssigsalz. Damit setzt die AM Trockau fort, was sie bereits in den ersten Jahren ihres Bestehens auszeichnete: Hinsichtlich des Winterdienstes eine Vorreiterrolle beim Einsatz neu entwickelter und effizienter Technik zu spielen. Im Jahre 1942 war es der Einsatz eines Schneeköpfers, der die durch den Schneepflug am Bahnrand angehäuften Schneewälle auf die Seiten jenseits des Banketts verbrachte und dadurch die Möglichkeit des Entstehens von Schneeverwehungen verringerte. Später war es der erstmalige Einsatz eines Flüssigsalz-Streuers bzw. in Skandinavien erprobten Spezialfahrzeugs für den Winterdienst [2]. ![]() Bild 7: Die Fahrzeughalle der Autobahnmeisterei Trockau im September 2016. © Autobahnmeisterei Trockau
![]() Bild 8: Die beiden Silos für die Herstellung des Flüssigsalzes. © Autobahnmeisterei Trockau
![]() Bild 9: Kalthalle und Waschhalle auf dem Meistereigelände. © Autobahnmeisterei Trockau, 2/2017
![]() Bild 10: Diese neue Halle beherbergt u.a. die Werkstatt der Meisterei. © Autobahnmeisterei Trockau, 2/2017
![]() Bild 11: Das Verwaltungsgebäude der Autobahnmeisterei Trockau im September 2016. © Autobahnmeisterei Trockau, 2017
Das AfASG dank der Autobahnmeisterei Trockau für die freundliche Unterstützung bei der inhaltlichen Gestaltung dieser Webseite |
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